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Hyperborea
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Hyperborea (altgriechisch áœÏΔÏÎČÎżÏÎα) ist ein sagenhaftes, von den antiken griechischen Geographen und Mythographen weit im Norden lokalisiertes paradiesisches Land. Seinen Bewohnern, den Hyperboreern (áœÏΔÏÎČÏÏΔ(Îč)ÎżÎč Hyperbore(i)oi), wurde eine besonders enge Verbindung mit dem Gott Apollon und dessen Kult zugeschrieben.
Die antike Etymologie des Namens âjenseits des Nördlichenâ (Boreas war der Gott des Nordwinds) gilt als wissenschaftlich ungesichert.cite-ref-1[1] Denkbar ist auch eine Ableitung von nordgriechisch *ÎČÏÏÎčÏ *boris âBergâ, was einen Wohnsitz âjenseits der Bergeâ anzeigen wĂŒrde.cite-ref-2[2]
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Mythos von Hyperborea von Okkultisten und rechtsextremen Esoterikern rezipiert.
Contents
âą Herodot
âą Strabon
âą Pomponius Mela
âą Diodor
âą Plinius
âą Okkultismus
âą Nietzsche
âą Fantasy
âą Videospiele
âą Musik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Hyperborea in der Mythologie
Phaeton, der Sohn des Helios, soll dort in den nahen Eridanos gestĂŒrzt sein. Seine Schwestern, die Heliaden, seien am Ufer des Eridanos in Schwarzpappeln und ihre TrĂ€nen in Bernsteincite-ref-3[3]cite-ref-4[4]cite-ref-5[5] verwandelt worden. AuĂer den Heliaden trauerten auch zahlreiche SchwĂ€ne um den gestĂŒrzten JĂŒngling und ihr Trauergesang brachte die Nachricht von dem tragischen Fall in alle Lande.cite-ref-6[6] Hier klingt auch die Sage von Kyknos an, dem am Ufer des Eridanos um den gestĂŒrzten Phaeton trauernden Freund, der von Apollon aus Mitleid in einen Schwan verwandelt wird. Hier ist auch die mythologische Wurzel des sprichwörtlichen Schwanengesangs.
Hyperborea galt in der antiken Mythologie wie sein sĂŒdliches GegenstĂŒck, das Land der Aithiopier, als paradiesischer Ort mit besonders gĂŒnstigem Klima und einer besonderen NĂ€he zu den Göttern. Pindar (ca. 522â446 v. Chr.) beschreibt die Hyperboreer als ein gesegnetes Volk, das weder Alter noch Krankheit kennt und sich mit Tanz, Gesang, Flöte und Leier ganz dem Dienst der Musen hingibt.cite-ref-7[7] Allerdings sei es âweder zu Schiff noch zu FuĂâ möglich, dorthin zu gelangen, nur Göttern und Heroen gelinge die Reise.cite-ref-8[8] Zu diesen gehört auch Perseus, der nach einer Ode Pindars an den Festen der Hyperboreer teilnahm, bei dem sie dem Apollon Hekatomben von Eseln opferten, ein sonst ganz ungewöhnliches Opfertier.cite-ref-9[9] Allerdings scheint das Opfern von Eseln fĂŒr Apollon nur in Hyperborea erwĂŒnscht gewesen zu sein. Ein Besucher Hyperboreas aus Babylon, der, in die Heimat zurĂŒckgekehrt, dem Apollon ebenfalls Esel opfern wollte, wurde von diesem mit dem Tod bedroht.cite-ref-10[10] Der Dichter Bakchylides (520/516â451 v. Chr.) berichtet, dass Apollo den frommen König Krösus, der sich nach der Eroberung der Stadt Sardes das Leben nehmen wollte, vom Scheiterhaufen nach Hyperborea versetzte.cite-ref-11[11]
Der Garten der Hesperiden mit den goldenen Ăpfeln soll sich nach der Bibliotheke des Apollodor (1. Jahrhundert n. Chr.) in Hyperborea befunden haben und auch Atlas soll dort, in der NĂ€he des nördlichen Poles, das Himmelsgewölbe getragen haben. Auf der Suche nach den Ăpfeln kam Herakles dorthin und ĂŒberlistete Atlas, ihm drei der Ăpfel zu bringen.cite-ref-12[12] Von dort brachte Herakles jene ĂlbĂ€ume nach Olympia, aus deren Zweigen die PreiskrĂ€nze der Sieger bei den Olympischen Spielen gewunden wurden.cite-ref-13[13]
Der hellenistische Autor Hekataios von Abdera (um 300 v. Chr.) nutzte den Mythos von Hyperborea, um in seinem Roman Peri Hyperboreion (ΠΔÏÎŻ áœÏΔÏÎČÎżÏΔίÏΜ) ein utopisches Modell zu entwerfen.cite-ref-14[14] Der Text ist verloren, doch aus verschiedenen Fragmenten lĂ€sst sich rekonstruieren, dass Hekataios eine fiktive Reise vom Kaspischen Meer in den Okeanos und weiter auf die hyperboreische Insel Helixoia beschrieb, die nördlich des Keltenlandes liegen soll. Das Klima erlaube zwei Ernten im Jahr. Ihre Herrscher und oberste Opferpriester der Hyperboreer seien die Boreaden, riesenhafte Kinder des Boreas. Zum Apollonfest kĂ€men von dem RiphĂ€engebirge SchwĂ€rme von SchwĂ€nen und stimmten in die Hymnen der menschlichen SĂ€nger ein.cite-ref-15[15] Dieser Teil wird in den Tiergeschichten des Claudius Aelianus (1./2. Jahrhundert n. Chr.) referiert.cite-ref-16[16]
Hyperborea und die Kulte von Delos und Delphi
Am ausfĂŒhrlichsten berichtet Herodot (490/480â424 v. Chr.) von den Hyperboreern. Er beginnt damit, dass es eigentlich keinerlei zuverlĂ€ssige Auskunft ĂŒber die Lage des Landes gebe, dass aber das Heiligtum des Apollon in Delos regelmĂ€Ăig in Weizenstroh gewickelte Weihegeschenke aus dem Land Hyperborea erhalte. Diese Geschenke machten einen weiten Weg, wobei sie von Volk zu Volk weitergereicht wĂŒrden: von den Hyperboreern zu den Skythen, von dort weiter bis zur Adria, dann zu den Dodonern, quer durch Griechenland nach Euböa und von dort nach Delos.
hyperoche laodike Bei der erstmaligen Sendung von Weihegeschenken seien diese allerdings nicht von Volk zu Volk gereicht worden, sondern Hyperoche (áœÏΔÏÏÏη) und Laodike (ÎαοΎίÎșη), zwei Jungfrauen aus Hyperborea in Begleitung von fĂŒnf MĂ€nnern (deren Nachkommen Perpherees, Amallophoroi oder Ulophoroi genannt wurdencite-ref-17[17]) hĂ€tten die Geschenke gebracht. Die Ăberbringer seien in Delos hoch geehrt worden und dort verstorben. Bis in Herodots Zeit hĂ€tten die delischen JĂŒnglinge und Jungfrauen Hyperoche und Laodike geehrt, indem sie eine abgeschnittene Haarlocke auf deren Grab niederlegten. Als aber von der Gesandtschaft niemand ins Land der Hyperboreer heimkehrte, seien diese dazu ĂŒbergangen, wie beschrieben ihre Geschenke durch vermittelnde Völker nach Delos zu senden.cite-ref-18[18] Nach Kallimachos handelte es sich nicht um in Weizenstroh gewickelte Weihgeschenke, sondern um Garben von den Erstlingen des Getreides.cite-ref-kallimachos-19-0[19]
Vor diesen sieben Sendboten seien aber schon zwei andere Jungfrauen aus Hyperborea namens Arge (áŒÏγη) und Opis nach Delos gekommen. Diese hĂ€tten aber nicht Weihegeschenke, sondern die Götter selbst nach Delos gebracht, denn sie seien in Begleitung von Apollon und Artemis-Eileithyia nach Delos gekommen und von dort habe sich der Kult dieser Götter ĂŒber die Inseln und ganz Ionien verbreitet. Die Asche aus den SchenkelstĂŒcken des Opfers habe man auf ihr neben dem Artemision gelegenes Grab gestreut.cite-ref-20[20]
Die beiden GrĂ€ber werden von Herodot unterschieden: das Grab (ÏáżÎŒÎ± âWahrzeichenâ, âGrabmalâ bei Herodot) von Hyperoche und Laodike liegt ihm zufolge linkerhand innerhalb des Heiligtums der Artemis, das Grab von Opis und Arge (ΞΟÎșη âAufbewahrungsortâ, âBehĂ€lterâ bei Herodot) liegt hinter dem Tempel der Artemis. Zwei der angegebenen Lage entsprechende bronzezeitliche GrĂ€ber wurden auf Delos gefunden. Es handelt sich um Tholoi, die Entsprechungen zu minoischen GrĂ€bern aus den Periode FrĂŒhminoisch III / Mittelminoisch I aufweisen.cite-ref-21[21] Diese GrĂ€ber sind insofern bemerkenswert, als es die einzigen auf Delos gefundenen GrĂ€ber sind. Bekanntlich wurde 425/426 v. Chr. Delos âgereinigtâ: alle GrĂ€ber auf Delos wurden geöffnet, die Gebeine zu der benachbarten Insel Rheneia gebracht und fortan durfte niemand mehr auf Delos sterben oder geboren werden.cite-ref-22[22] Dass man bei diesen beiden GrĂ€bern eine Ausnahme machte, weist darauf hin, dass es sich nicht um einfache GrĂ€ber, sondern um die Heroa der kultisch verehrten hyperboreeischen Jungfrauen handeln könnte. Dementsprechend werden sie auch in der Literatur bezeichnet.
Insbesondere Opis scheint mit Artemis eng verbunden, da Opis auch ein Beiname der Artemis war. Die EinfĂŒhrung des Kultes von Opis und Arge war nach Herodot Gegenstand der Hymnen des legendĂ€ren Dichters Olen.cite-ref-23[23] Olen erscheint in ganz Ă€hnlicher Rolle auch in einem Bericht des Pausanias (115â180 n. Chr.) ĂŒber die Etablierung des Orakels des Apollon in Delphi. Er erwĂ€hnt nĂ€mlich eine delphische Hymnendichterin namens Boio und zitiert einen ihrer Hymnen, in dem die GrĂŒndung des Orakels den Hyperboreern, unter ihnen zwei namens Pagasos und Agyieos, zugeschrieben wird. Der erste Priester des Apollon in Delphi sei dann Olen gewesen, der auch als erster OrakelsprĂŒche in Form von Hexametern gegeben habe und damit der VorlĂ€ufer der Pythia gewesen sei. Pausanias schrĂ€nkt ein, dass die Tradition von Priesterinnen des Apollon in Delphi weiĂ.cite-ref-24[24]
Bei Kallimachos von Kyrene (ca. 303 â 245 v. Chr.) erscheinen neben Opis die Namen Loxo und Hekaerge; alle drei werden als Töchter des Boreas bezeichnet.cite-ref-kallimachos-19-1[19]
Aus den Legenden, die sich um den Sieg der Griechen ĂŒber die keltischen Invasoren unter Brennus 279 v. Chr. bei Delphi ranken, berichtet Pausanias weiter, dass sich die Geistergestalten sagenhafter Krieger unter die Verteidiger gemischt hĂ€tten, darunter neben dem in Delphi bestatteten Neoptolemos, Sohn des Achilleus, die Hyperboreer Hyperochos (áœÏÎÏÎżÏÎżÏ) und Amadokos (áŒÎŒÎŹÎŽÎżÎșÎżÏ).cite-ref-25[25]
Da die heiligen ĂlbĂ€ume in Olympia auch aus Hyperborea stammten, sind somit mit Delos, Delphi und Olympia drei der bedeutendsten religiösen Zentren im antiken Griechenland durch Mythen mit Hyperborea verknĂŒpft.
Hyperborea in der antiken Geographie
Herodot
Herodot erwĂ€hnt, dass der Dichter Aristeas in seinem nicht ĂŒberlieferten Gedicht Arimaspeia (áŒÏÎčÎŒÎŹÏÏΔÎčα) erzĂ€hlt habe, dass hinter dem von ihm besuchten Land der Issidonen das Land der Arimaspen liege, hinter diesen das Land der Gold bewachenden Greife und dahinter das Land der Hyperboreer, und dass all diese Völker bestĂ€ndig Krieg miteinander fĂŒhrten, auĂer den Hyperboreern.cite-ref-26[26] SchlieĂlich fĂŒhrt Herodot noch an, dass der Prophet Abaris angeblich aus Hyperborea stamme.cite-ref-27[27] Dies alles referiert Herodot mit ausgeprĂ€gter Skepsis und einigem Spott.
Strabon
Noch dezidierter als Herodot bestreitet Strabon (63 v. Chr.â23. n. Chr.) die Existenz Hyperboreas, der RiphĂ€en und Ă€hnlicher sagenhafter Gegenden. Er meint, dergleichen LĂŒgengeschichten, wie sie etwa Pytheas von Massilia (ca. 380â310 v. Chr.) verbreitet habe, wĂŒrden nur aufgrund mangelnder geographischer Kenntnisse ĂŒber die betreffenden Gegenden (hier die LĂ€nder jenseits der Skythen) ĂŒberhaupt zur Kenntnis genommen.cite-ref-28[28]
Pomponius Mela
Nach Pomponius Mela (1. Jahrhundert n. Chr.) lebten die Hyperboreer jenseits der KĂŒste des Kaspischen Meeres, wo die Komaren, Massageten, Kadusier, Hyrkanier und Hiberer ansĂ€ssig waren. Sie seien so langlebig, dass sie ihrem Leben freiwillig ein Ende setzten. Tag und Nacht dauerten bei ihnen jeweils ein halbes Jahr.cite-ref-29[29]
Diodor
In eine ganz andere Richtung weist, was Diodor (1. Jahrhundert v. Chr.), der sich auf die Schrift âĂber die Hyperboreerâ des Hekataios von Abdera stĂŒtzt, zu berichten weiĂ.cite-ref-30[30] Demnach hĂ€tte die Hyperboreer eine im Norden gelegene Insel bewohnt, auf der Leto, die Mutter Apollons, geboren worden sei. Apollon werde in Hyperborea mehr als alle anderen Götter verehrt. Zudem befindet sich dort ein heiliger Bezirk und ein gewaltiger, kreisförmiger Tempel Apollons. Nahebei sei eine dem Gott geweihte Stadt. Die Mehrheit der Bewohner seien Kitharaspieler, die bestĂ€ndig ihr Instrument spielten und dazu Hymnen auf Apollon sĂ€ngen.
Weiter berichtet Diodor von den bereits bei Herodot erwÀhnten, aus mythischer Zeit bestehenden Verbindungen zwischen den Hyperboreern und den Griechen. Er gibt an, dass Abaris aus Hyperborea zu den Griechen gekommen sei und dass umgekehrt Griechen Hyperborea besucht und dort Weihegeschenke mit griechischen Inschriften hinterlassen hÀtten.
SchlieĂlich berichtet Diodor noch, dass Apollon alle 19 Jahre die Insel besuche, da dann die Sterne wieder am gleichen Ort stĂŒnden. Er ergĂ€nzt diese vage Angabe durch eine Bezugnahme auf den nach dem griechischen Astronomen Meton benannten Metonischen Zyklus â nach 19 Sonnenjahren sind fast genau 235 Mondmonate vergangen, so dass sich auf Sonnenjahren und Mondmonaten basierende KalenderzĂ€hlungen nach Ablauf dieses Zyklus wieder synchronisieren. Der Gott tanze dann zur Herbsttagundnachtgleiche bis zum Aufgang der Plejaden (ungefĂ€hr Mitternacht) und spiele die Kithara.
Plinius
Wesentlich weniger skeptisch als Herodot oder Strabon zeigt sich Plinius der Ăltere (23/24â79 n. Chr.). Ihm zufolge siedelten jenseits des Flusses Tanais (des Don) und des Maiotis-Sees (des Asowschen Meeres) die Arimaspen. Danach komme man zu dem schon bekannten RiphĂ€engebirge, hinter dem eine Pterophoros (âFeder-tragendâ) genannte Region Ă€uĂerster UngemĂŒtlichkeit zu durchqueren sei, denn dort sei es auf immer dunkel und kalt und bestĂ€ndig falle Schnee in groĂen, federartigen Flocken (daher der Name). Dahinter endlich finde sich das Land Hyperborea.
Dort sei die Achse, auf der sich das Firmament drehe. Die Menschen dort wĂŒrden fabelhaft alt, man kenne keine Sorge und keinen Streit, das milde Klima mache HĂ€user unnötig, man lebe in Wald und Wiese und sterbe nur dann, wenn man sich alt und lebenssatt nach einem Bankett mit Freunden von einem bestimmten Felsen stĂŒrze. Dort gehe die Sonne nur einmal im Jahre auf, und zwar zu Mittsommer, und gehe zu Mittwinter unter, nicht etwa â Plinius betont das â wie einige Ignoranten behaupten, zur FrĂŒhlings- bzw. Herbsttagundnachtgleiche. Es werde gesagt, dass man dort am Morgen sĂ€e, zu Mittag das Korn, zu Abend die BaumfrĂŒchte ernte und die Nacht in Höhlen verbringe. An der Existenz Hyperboreas lĂ€sst er keinen Zweifel, da schlieĂlich mehrfach belegt sei, dass die Hyperboreer alljĂ€hrlich Opfergaben nach Delphi und Delos sendeten.cite-ref-31[31]
Moderne Rezeption
Symbol fĂŒr den hohen Norden
In der Neuzeit wurde Hyperborea lange lediglich als Symbol fĂŒr den hohen Norden verwendet.cite-ref-32[32] Der flĂ€mische Kartograph Abraham Ortelius (1527â1598) bezeichnete auf seiner Karte Europas 1572 den Nordatlantik zwischen Island und Grönland als âOceanus Hyperboreusâ.
Lokalisierungsversuche
Obwohl Diodors Schilderung sich auf den Roman des Hekataios stĂŒtzt, also einen fiktionalen Text, wurde sie zur Grundlage von verschiedenen Versuchen, das Land Hyperborea in der realen Welt zu lokalisieren. Dabei wurde es wiederholt mit Britannien identifiziert, der in den Quellen erwĂ€hnte runde Tempel der Hyperboreer sei der megalithische Steinkreis von Stonehenge.cite-ref-33[33] Wann diese Vermutung erstmals geĂ€uĂert wurde, ist schwer zu bestimmen.cite-ref-34[34] Zu den Vertretern der These gehörte der deutsche PrĂ€historiker Carl Schuchhardt (1859â1943)cite-ref-35[35] und vor ihm der Geograph Wilhelm Sieglin (1855â1935).cite-ref-36[36]
Ab den 1960ern interpretierten Gerald Hawkins (1928â2003) und Alexander Thom (1894â1985) Stonehenge als archĂ€oastronomisches Instrument. Man versuchte dabei auch, eine Verbindung zwischen den 56 sogenannten Aubrey-Löchern von Stonehenge und dem Metonischen Zyklus zu etablieren, was in Zusammenhang mit den Aussagen Diodors als bemerkenswert gelten kann.cite-ref-37[37] 1975 nahm auch der Althistoriker und Altorientalist Emil Forrer (1894â1986) an, die Britischen Inseln seien das Land der Hyperboreer gewesen.cite-ref-38[38] Diese Theorien sind nach wie vor umstritten.
Aufgrund der offenbar vorliegenden Schilderung einer Polarnacht bei Plinius, wie sie auch von Pytheas beschrieben wurde, meinte man, Hyperborea mit dem von Pytheas besuchten Thule identifizieren zu können, dessen Lage allerdings ebenfalls mehr als unklar ist. Skandinavien wurde so ebenfalls zu möglichen Lokalisierungen Hyperboreas.
Ende der 1940er Jahre lokalisierte der deutsche Atlantis-Forscher JĂŒrgen Spanuth (1907â1998) Hyperborea auf der Kimbrischen Halbinsel und verortete deren sĂŒdlichen Teil im Gebiet des heutigen Friesland. Dabei argumentierte er mit der Aussage altgriechischer Schriftsteller, das Hyperboreerland sei das einzige Land, in welchem Bernstein gewonnen werde. Das in den Klassikern beschriebene Zentralheiligtum des âHyperboreischen Apollonâ machte er auf dem Stollberg bei Bordelum aus.cite-ref-39[39]
Der niederlĂ€ndische Sprachwissenschaftler Albert Joris van Windekens (1915â1989) vertrat in den 1950er Jahren die These, die Hyperboreer seien eine primitive Kulturgemeinschaft gewesen, die im makedonisch-thrakischen Raum gelebt habe und in archaischer und klassischer Zeit zu einem mythischen Volk des Nordens umgedeutet worden sei.cite-ref-40[40]
Okkultismus
Die Legende eines kulturtragenden Volkes im Ă€uĂersten Norden wird seit dem 19. Jahrhundert von Okkultisten propagiert. Der französische Martinist Antoine Fabre dâOlivet (1768â1825) behauptete, es gebe vier Menschenrassen: Eine schwarze in Afrika, eine rote in Amerika, eine gelbe in Asien und eine weiĂe in Europa und Indien, die von den Hyperboreern abstamme. Diese hĂ€tten ursprĂŒnglich um den Nordpol herum gesiedelt, der deswegen auch als âWiege der Menschheitâ gelte. Dabei stĂŒtzte er sich unter anderem auf den schwedischen Polyhistor Olof Rudbeck, der im 17. Jahrhundert glaubte Atlantis in Schweden lokalisieren zu können.cite-ref-41[41]
Fabre dâOlivets Spekulationen verbanden sich in der Folgezeit mit der ursprĂŒnglich sprachwissenschaftlichen These von Ariern, einer angeblich hochentwickelten Rasse, als deren Urheimat hĂ€ufig Hyperborea angesehen wurde. Diese These wurde von der russischen Theosophin Helena Blavatsky (1831â1891) weiterentwickelt, die lehrte, die Arier seien die fĂŒnfte Wurzelrasse der Menschheit, die Hyperboreer dagegen die zweite: riesige, halbmenschliche Ungeheuer mit geringem Verstand, die sich vor unvordenklicher Zeit durch Knospung fortgepflanzt hĂ€tten. Sie seien in einer sintflutartigen Naturkatastrophe untergegangen.cite-ref-42[42] Blavatskys etwas dĂŒrre Angaben zu Hyperborea wurden nach ihrem Tod von Theosophen wie Annie Besant (1847â1933) und William Scott-Elliot (gestorben 1930) ausgeschmĂŒckt: Danach sollen die Hyperboreer, weil sie nur einen Ătherleib besessen hĂ€tten, ausschlieĂlich âgeĂŒbten Okkultistenâ sichtbar gewesen sein.cite-ref-43[43] Ăhnliche Erkenntnisse, die er auf ĂŒbersinnlichem Wege gewonnen haben will, verbreitete der GrĂŒnder der Anthroposophie Rudolf Steiner (1861â1925) zu Beginn des 20. Jahrhunderts.cite-ref-44[44]
Der italienische Rechtsesoteriker Julius Evola (1898â1974) behauptete, in einem Goldenen Zeitalter hĂ€tten in der Polregion gottgleiche NordmĂ€nner geherrscht. Von dort seien sie durch eine kosmische Katastrophe vertrieben worden und hĂ€tten ihren heroisch-maskulinen Initiationskult, in dessen Mittelpunkt die Sonnenverehrung gestanden hĂ€tte, ĂŒber die ganze Erde verbreitet. Dabei seien sie in Konflikt mit der matriarchalen Kultur der SĂŒdvölker geraten, die den Mond und die Erde verehrt hĂ€tten. Diese Legende einer hyperboreischen Abstammung der (europĂ€ischen) Menschheit verknĂŒpft Evola mit dem angeblich gleichfalls hyperboreischen Heiligen Gral, der fĂŒr ihn das Symbol einer Wiedererrichtung eines Gottkönigtums in Europa ist.cite-ref-45[45]
Der französische PrĂ€-Astronautiker Robert Charroux (1909â1978) beschreibt in seinem Livre des secrets trahis (1964) die Hyperboreer als kulturbringende AuĂerirdische von der Venus und stellt ihnen als Feinde die HebrĂ€er gegenĂŒber.cite-ref-46[46] Der chilenische Antisemit Miguel Serrano (1917â2009) verknĂŒpft diese Geschichte mit der Theorie der hohlen Erde: Die Hyperboreer hĂ€tten sich zum Schutz vor den verheerenden Folgen einer Polumkehr ins hohle Innere der Erde zurĂŒckgezogen. AuĂerdem zieht er sie zur Deutung von 1 Mos 6,4 heran, wonach rebellierende âGottessöhneâ mit Menschenfrauen Riesen (Nephilim) gezeugt haben sollen, was die Verunreinigung des Blutes, somit auch das Ende der Goldenen Zeit bedeutete. Ein Beweis fĂŒr die Existenz der Hyperboreer, sind seiner Meinung nach, die den Neandertalern rassisch ĂŒberlegenen Cro-Magnon-Menschen; allein die Arier hĂ€tten aber die Erinnerung an ihre Herkunft im Zeichen der âschwarzen Sonneâ bewahrt. Ihnen stellt er die Juden gegenĂŒber, die durch eine Weltverschwörung versuchen wĂŒrden, die Wiedererrichtung der hyperboreischen Herrlichkeit zu vereiteln.cite-ref-47[47] Im deutschsprachigen Raum werden diese antisemitischen Ausdeutungen des Mythos von Hyperborea von dem rechtsextremen Trivialschriftsteller Wilhelm Landig (1909â1997) und dem Rechtsesoteriker Jan Udo Holey (* 1967) weiterkolportiert.cite-ref-48[48]
Nietzsche
Dem deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche (1844â1900) galten die Hyperboreer als Symbol der Einsamkeit, der Erhabenheit und der geistigen Schönheit. In der Schrift Der Antichrist benutzt Nietzsche 1888 die Hyperboreer als Identifikationsvorlage, um seinen Stand jenseits der modernen Gesellschaft als âUnzeitgemĂ€Ăerâ zu unterstreichen und seine Einsiedelei auszudrĂŒcken:
âWir sind Hyperboreer, â wir wissen gut genug, wie abseits wir leben. [âŠ] Jenseits des Nordens, des Eises, des Todes â unser Leben, unser GlĂŒck⊠Wir haben das GlĂŒck entdeckt, wir wissen den Weg, wir fanden den Ausgang aus ganzen Jahrtausenden des Labyrinths. Wer fand ihn sonst? â Der moderne Mensch etwa? 'Ich weiss nicht aus, noch ein; ich bin Alles, was nicht aus noch ein weiss' â seufzt der moderne Mensch ... An dieser ModernitĂ€t waren wir krank, â am faulen Frieden, am feigen Compromiss, an der ganzen tugendhaften Unsauberkeit des modernen Ja und Nein.â
â
Friedrich Nietzsche
:
Der Antichrist: Fluch auf das Christentum, Kapitel 1
Auf diese Weise unterstreicht Nietzsche, dass seine Philosophie eine Philosophie fĂŒr Wenige ist.
Fantasy
In der phantastischen Horror-Literatur von H. P. Lovecraft und anderen Autoren des Cthulhu-Mythos wird Hyperborea als vorzeitliche Zivilisation auf Grönland beschrieben (â Thule-Mythos), die vor 750.000 Jahren ihre BlĂŒtezeit erlebte und ĂŒber weite Teile Afrikas und Europas herrschte.
Ian Cameron (1924â2018) verfasste 1961 den Roman âDie Verlorenenâ, den Disney 1974 als âInsel am Ende der Weltâ verfilmt hat. Auf dieser durch Vulkanismus erwĂ€rmten Insel in der Arktis leben noch Wikinger wie vor tausend Jahren in ihrer Stadt Astragard.
In dem Fantasy-Film Sindbad und das Auge des Tigers (GroĂbritannien 1977) ist Hyperborea das Ziel der Reise.
In dem von Robert E. Howard erdachten Hyborischen Zeitalter, in dem die Abenteuer des Barbarenhelden Conan stattfinden, gibt es ein Land namens Hyperborea.
Im Roman Der Dunkle Turm von Stephen King wird der Junge Jake, eine der Hauptpersonen der ErzĂ€hlung, von einem BuchhĂ€ndler namens "Towers" mehrfach als "hyperborĂ€ischer Wanderer" bezeichnet. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine Reminiszenz an H.P. Lovecraft, ein erklĂ€rtermaĂen groĂes Vorbild von King.
Videospiele
Hyperborea kommt in den Computerspielen Rome: Total War und Indiana Jones and the Fate of Atlantis vor.
Musik
Die Metal-Band Bal-Sagoth aus England erzÀhlt in ihren Liedern oft von einem fiktiven Land namens Hyperborea.cite-ref-50[50] Als Vorbild fungiert die Darstellung aus Lovecrafts Cthulhu-Mythos.cite-ref-51[51]
Auch die deutschen Elektronik-Musiker Tangerine Dream veröffentlichten 1983 ein Album mit dem Titel Hyperborea.
Auf dem 1997 erschienenen Album Substrata des norwegischen Ambient-Musikers Biosphere findet sich ein Song namens Hyperborea, der Zitate aus der Serie Twin Peaks aufgreift.
Die US-amerikanische Nintendocore-Band Horse the Band veröffentlichte 2007 das Album A Natural Death, dessen erster Song den Namen Hyperborea trÀgt.
Literatur
âą Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801 f.
âą Timothy P. Bridgman: Hyperboreans. Myth and history in Celtic-Hellenic contacts. Routledge, New York NY 2005, ISBN 0-415-96978-6 [1].
⹠Tsvete Lazova: The hyperboreans. A study in the Paleo-Balkan tradition. St. Kliment Ohridski University Press, Sofia 1996, ISBN 954-07-0893-1 (Thracia pontica série 7 = Studia Thracia maritima).
âą Maximilian Mayer: Hyperboreer. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): AusfĂŒhrliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 2805â2841 (Digitalisat).
âą William Sale: The Hyperborean Maidens on Delos. In: Harvard Theological Review 54, 1961, ISSN 0017-8160, S. 75â89.
⹠Arn Strohmeyer: Von Hyperborea nach Auschwitz. Wege eines antiken Mythos. PapyRossa-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-89438-328-3 (PapyRossa Hochschulschriften 58).
âą A. J. Van Windekens: Les HyperborĂ©ens. In: Rheinisches Museum fĂŒr Philologie. 100, 1957, S. 164â169.
Weblinks
Wiktionary: Hyperborea
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Hyperborea im Theoi Project (engl.)
âą Th. Bujack: Pytheas von Massalia: Der Norden im Altertum. Auf: bujack.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801.
cite-note-22. â Hans von Geisau: Hyperboreioi. In: Der Kleine Pauly. dtv, MĂŒnchen 1979, Bd. 2, Sp. 1274.
cite-note-55. â Apollonios von Rhodos Argonautika 4.594ff
cite-note-66. â Flavius Philostratos imagines 1.11
cite-note-77. â Pindar Pythische Oden 10.27ff
cite-note-88. â Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly. EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801.
cite-note-99. â Auch Kallimachos (Fragment 187) erwĂ€hnt die hyperboreischen Eselsopfer fĂŒr Apollon.
cite-note-1010. â Antoninus Liberalis, Metamorphosen 20.
cite-note-1111. â Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801.
cite-note-1212. â Bibliotheke des Apollodor 2,5,11.
cite-note-1414. â Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly. EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801.
cite-note-1515. â Marek Winiarczyk: Die hellenistischen Utopien. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 49â68 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
cite-note-1616. â Claudius Aelianus, Tiergeschichten 11,1.
cite-note-1717. â Karl Otfried MĂŒller: Geschichten hellenischer StĂ€mme und StĂ€dte. Bd. 2, Breslau 1824, S. 271f
cite-note-1818. â Herodot, Historien 4,32â34.
cite-note-kallimachos-1919. â Kallimachos 4. Hymnos (auf Delos) 275 ff.
cite-note-2020. â Herodot, Historien 4,35.
cite-note-2121. â Charlotte R. Long: Greeks, Carians, and the Purification of Delos. In: American Journal of Archaeology, Bd. 62, Nr. 3 (Juli 1958), S. 297â306.
cite-note-2222. â Thukydides, Peloponnesischer Krieg 1,8,1â2; 3,104,1â2.
cite-note-2323. â Herodot Historien 4,35.
cite-note-2424. â Pausanias, Beschreibung Griechenlands 10,5,7â9.
cite-note-2525. â Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1,4,4.
cite-note-2626. â Herodot, Historien 4,13â15.
cite-note-2828. â Strabon, GeĂŽgraphikĂĄ 7,3,1.
cite-note-2929. â Pomponius Mela, Chorographia 1,12; Marek Winiarczyk: Die hellenistischen Utopien. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 61 f. (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
cite-note-3030. â Diodor, BibliothĂ©ke historikĂ© 2,47,1-7.
cite-note-3131. â Plinius der Ăltere, Naturalis historia 4,88â91; siehe auch 6,34.
cite-note-3232. â Annemarie AmbĂŒhl: Hyperboreioi. In: Der Neue Pauly. EnzyklopĂ€die der Antike. Metzler, Stuttgart 2010, Bd. 5, Sp. 801.
cite-note-3333. â Marek Winiarczyk: Die hellenistischen Utopien. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 54 f. (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
cite-note-3434. â Siehe z. B. eine Buchbesprechung von 1831 in Gentleman's Magazine. Bd. 101 (Juli - Dezember 1831). S. 325 ff.
cite-note-3535. â Carl Schuchhardt: Stonehenge. In: PrĂ€historische Zeitschrift 1910, S. 339.
cite-note-3636. â Wilhelm Sieglin: Entdeckungsgeschichte von England im Altertum. Vortrag, gehalten am 3. Oktober 1899 auf dem 7. Internationalen Geographenkongress in Berlin. S. 859, zitiert in Richard Hennig: Die AnfĂ€nge des kulturellen und Handelsverkehrs in der Mittelmeerwelt. In: Historische Zeitschrift 139, H. 1 (1929), S. 1â33.
cite-note-3838. â Emil Orgetorix Forrer, "Homerisch und silenisch Amerika", San Salvador (Selbstverlag), 1975
cite-note-3939. â JĂŒrgen Spanuth: Mein Weg nach Atlantis. In: Merian (Reisemagazin) 2 (1949) 5. Heft, S. 67â71 (Online-Fassung)
cite-note-4040. â Albert Joris van Windekens: Les HyperborĂ©ens. In: Rheinisches Museum fĂŒr Philologie 100, 1957, S. 164â169.
cite-note-4141. â Umberto Eco: Die Geschichte der legendĂ€ren LĂ€nder und StĂ€dte. Hanser, MĂŒnchen 2013, S. 225 ff. und 241â244.
cite-note-4242. â Linus Hauser: Kritik der neomythischen Vernunft, Bd. 1: Menschen als Götter der Erde. Schöningh, Paderborn 2004, S. 327; James A. Santucci: The Notion of Race in Theosophy. In: Nova Religio. The Journal of Alternative and Emergent Religions, 11, Heft 3 (2008), S. 48.
cite-note-4343. â Lyon Sprague de Camp: Lost Continents. The Atlantis Theme in History, Science, and Literature. Dover Publications, New York 1970, S. 60.
cite-note-4444. â Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik. Herausgegeben von Marie Steiner. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1986, S. 98â110.
cite-note-4545. â Nicholas Goodrick-Clarke: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism, and the Politics of Identity. NYU Press, New York 2002, S. 314; Hans Thomas Hakl: Evola, Giulio Cesare (Julius or Jules). In: Wouter J. Hanegraaff (Hrsg.): Dictionary of Gnosis and Western Esotericism. Brill, Leiden 2006. S. 348.
cite-note-4646. â Nicholas Goodrick-Clarke: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism, and the Politics of Identity. NYU Press, New York 2002, S. 117 f.
cite-note-4747. â Nicholas Goodrick-Clarke: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism, and the Politics of Identity. NYU Press, New York 2002, S. 180â185.
cite-note-4848. â Nicholas Goodrick-Clarke: Black Sun. Aryan Cults, Esoteric Nazism, and the Politics of Identity. NYU Press, New York 2002, S. 142 f. und 294.
cite-note-491. Wortlaut gemÀà der Kritischen Gesamtausgabe, hrsg. von Colli/Montinari, hrsg. von P. DâIorio, Paris, Nietzsche Source, 2009 ff.
cite-note-5050. â Lyrics-Beispiel mit hĂ€ufiger ErwĂ€hnung Hyperboreas auf darklyrics.com. Abgerufen im Mai 2009.
cite-note-5151. â Bal-Sagoth auf hplovecraft.com. Abgerufen im Mai 2009.